Franziskanerkloster Berchtesgaden, Franziskanerkloster in Berchtesgaden, Deutschland.
Das Franziskanerkloster Berchtesgaden ist eine Klosteranlage, deren Kirche Unserer lieben Frau am Anger zwischen 1480 und 1519 erbaut und ab 1695 unter Philipp Plank neu errichtet wurde. Die Klostergebäude wurden zwischen 1716 und 1723/24 neu gebaut, einschließlich eines Bibliotheksraums. Kirche und Kloster sind als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.
Die Anlage entstand um 1400 ursprünglich für Augustinerinnen und wurde zwischen 1480 und 1519 grundlegend erweitert, als die Kirche Unsere lieben Frau am Anger errichtet wurde. Diese Umbauphase prägte das Kloster zu dem Gebäude, das Besucher heute sehen.
Die Kirche ist Unserer lieben Frau am Anger geweiht, ein Name, der mit der Mitte des 15. Jahrhunderts einsetzenden Verehrung der Ährenmadonna verbunden ist; die Wallfahrt sicherte dem Kloster lange den Unterhalt. Fürstpropst Wolfgang II. Griesstätter zu Haslach, der das Frauenkloster 1564 auflöste, wünschte sich seine Grablege hier statt in der Stiftskirche. Seit 1987 versehen polnische Franziskaner der Oberschlesischen Provinz mit Sitz in Kattowitz den Dienst an Kirche und Kloster.
Kirche und Kloster betritt man vom Anger aus; die Anlage liegt im Zentrum von Berchtesgaden, wenige Gehminuten vom Marktplatz entfernt. Teile der Gebäude sind nicht zugänglich, da dort seit 2015 das „Haus der Begegnung“ des Deutschen Caritasverbandes untergebracht ist. Seit 1987 versehen Franziskaner aus Kattowitz den Dienst in Kirche und Kloster.
In der Klosterkirche liegt Fürstpropst Wolfgang II. Griesstätter zu Haslach begraben, der sich anders als die meisten Berchtesgadener Fürstpröpste nicht in der Stiftskirche, sondern in der „von ihm geliebten Kirche am Anger“ bestatten ließ. Nach 1564 ließ er die Gebäude für pensionierte Stiftsbeamte und Chorherren erneuern.
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