Schloss Großheide, Kulturerbe-Schloss in Großheide, Deutschland.
Schloss Großheide ist eine ehemalige Gutsanlage am Südrand von Großheide an der Schloßstraße, 1901 als Gutsverwaltersitz der Familie Ten Doornkaat errichtet. Laut dem Geschäftsbericht der Doornkaat AG von 1906 umfasste sie mehrere Viehställe, eine massiv gebaute Scheune, zwei Feldscheunen, eine Hofmeisterwohnung mit Pferdestall und drei Arbeiterwohnungen. Der große Ochsenstall stand fast genau dort, wo heute die Volks- und Raiffeisenbank Großheide steht.
Um 1900 kaufte Jan (III.) ten Doornkaat Koolmann 1.045 Morgen (267 Hektar) Heide- und Ödland in Großheide und Menstede-Coldinne für 347.000 Mark. Auf dem nach seiner Mutter benannten Gut Friederikenfeld sollte Vieh mit Schlempe aus der Brennerei gemästet werden. Das Schloss wurde 1901 als Gutsverwaltersitz errichtet; 1919 gingen die meisten Gebäude und verbliebenen Ländereien an den Landkreis Norden über.
Das Gut wurde nach dem Vornamen der Mutter des Eigentümers Gut Friederikenfeld genannt. Im Jahr 2010 wurde das ehemalige Schulzentrum Großheide ihr zu Ehren in Friederikenschule umbenannt; der Name steht bis heute an einer örtlichen Einrichtung.
Das denkmalgeschützte Gebäude wurde 2006 grundlegend renoviert und steht heute nicht als Museum zur Verfügung, sondern funktioniert als Wohneinrichtung. Besucher sollten sich vorab informieren, da es sich um eine Privatanlage handelt.
Der große Ochsenstall stand fast genau an der Stelle, wo heute die Volks- und Raiffeisenbank Großheide steht. Der Dreschsatz des Gutes wurde zunächst von einem Lokomobil, einer fahrbaren Dampfmaschine, später von einem Elektromotor angetrieben.
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