Friedrich-Ebert-Siedlung, Wohnkomplex im Stadtteil Wedding, Berlin, Deutschland
Die Friedrich-Ebert-Siedlung ist ein Wohnkomplex mit etwa 1.400 Wohnungen, der sich über mehrere Straßen erstreckt und standardisierte Grundrisse mit Loggien aufweist. Die meisten Einheiten bestehen aus zwei Zimmern mit Kammer, Küche, Bad und Balkon.
Der Bau begann 1929, als Louise Ebert, die Witwe des ersten deutschen Präsidenten Friedrich Ebert, den Grundstein legte. Das Projekt entstand in einer Zeit großer Wohnungsknappheit in Berlin und sollte modernen und erschwinglichen Wohnraum für Arbeiter und Angestellte schaffen.
Der Komplex verkörpert die Neue Sachlichkeit durch seine schmucklosen Fassaden, flachen Dächer und würfelförmigen Formen, die in linearen Anordnungen angeordnet sind. Diese architektonische Sprache war damals ein radikaler Bruch mit der ornamentalen Tradition und zeigt, wie modern das Bauen in dieser Zeit wurde.
Der Komplex ist über die Müllerstrasse mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbunden und damit leicht vom Zentrum Berlins aus zu erreichen. Die Siedlung ist für Fußgänger geöffnet und ermöglicht einen entspannten Spaziergang durch ihre linearen Strukturen und Grünflächen.
Die Siedlung liegt im Afrikanischen Viertel Berlins, wo Straßennamen die koloniale Geschichte widerspiegeln, aber einige wurden 2018 umbenannt, um antikoloniale Aktivisten zu ehren. Dieser Ortswechsel zeigt, wie die Stadt ihre Geschichte kritisch neu bewertet und ihre Straßen dem Wandel anpasst.
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