Siedlung Schillerpark, Modernistische Wohnsiedlung in Wedding, Berlin, Deutschland.
Die Siedlung Schillerpark ist eine Wohnanlage mit 303 Wohnungen in mehreren Gebäuden, die um zentrale Innenhöfe angeordnet sind und durch Straßenfluchten parallel ausgerichtet werden. Die Bauten haben flache Dächer und Backsteinfassaden, die das niederländische Design jener Zeit widerspiegeln.
Die Anlage entstand zwischen 1924 und 1930 unter der Leitung des Architekten Bruno Taut, der eine neue Art des Wohnungsbaus für städtische Arbeiterfamilien entwickeln wollte. Diese Zeit war geprägt von Reformbewegungen, die bessere Lebensbedingungen durch durchdachtes Design erreichen wollten.
Die Siedlung zeigt, wie Wohnraum für arbeitende Menschen gestaltet wurde und betont dabei Gemeinschaftsgärten sowie offene Plätze zum Zusammentreffen. Besucher sehen heute noch diese grünen Bereiche, die das Zusammenleben im Alltag fördern sollten.
Die Siedlung lässt sich über die U-Bahn-Station Rehberge in der Linie U6 erreichen, von dort ist es ein kurzer Spaziergang zum Gelände. Das Areal ist frei zugänglich und kann zu jeder Tageszeit besichtigt werden, wobei ein langsamer Rundgang die Bauweise und Grünanlagen am besten zeigt.
Jede Wohnung hat Loggias, die wie Balkone wirken und auf die grünen Flächen hinausweisen, was damals eine ungewöhnliche Abweichung von den geschlossenen Hofhäusern war, die Berlins Bauweise prägten. Diese Öffnung nach außen war ein radikales Konzept für ihre Zeit.
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