Kaiser- und Kaiserin-Friedrich-Kinderkrankenhaus, Kulturdenkmal und ehemaliges Krankenhaus in Wedding, Berlin.
Das Kaiser- und Kaiserin-Friedrich-Kinderkrankenhaus ist ein ehemaliges Krankenhaus in Wedding mit mehrflügeliger Architektur aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert, dessen Fassaden feine Details und symmetrische Fensterreihen zeigen. Der Gebäudekomplex verfügt über einen zentralen Hof mit Isolierstationen und wird heute als Alterenpflegezentrum und Gesundheitssportanlage genutzt.
Das Krankenhaus wurde 1890 gegründet und ging aus Reformbemühungen von Adolf Baginsky und Rudolf Virchow hervor, um die hohe Kindersterblichkeit in Berlin zu bekämpfen. Die Kaiserin Friedrich-Stiftung unterstützte die Entwicklung mit finanziellen Mitteln und ermöglichte damit eine spezialisierte medizinische Versorgung für Kinder.
Die medizinische Einrichtung erhielt 250.000 Mark von Kaiserin Victoria durch die Kaiser-Friedrich-Stiftung zur Unterstützung der Kinderheilkunde.
Das Gebäude steht an der Reinickendorfer Straße 61 im Stadtteil Wedding und ist von außen sichtbar und zugänglich. Besucher sollten beachten, dass der Ort heute noch als Pflegezentrum genutzt wird und daher Zutritt eingeschränkt sein kann.
Das Krankenhaus war unter einem Dach das erste in Berlin, das mehrere spezialisierte Abteilungen für Kinderheilkunde, Infektionskrankheiten und Kinderchirurgie zusammenbrachte. Diese Konzentration von Fachkompetenz war für die damalige Zeit eine bemerkenswerte Neuerung.
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