Osram-Höfe, Industrieller Architekturkomplex in Wedding, Berlin.
Die Osram-Höfe sind ein ehemaliger Glühlampenfabrikkomplex im Berliner Ortsteil Wedding, nicht in Mitte. Er besteht aus mehreren fünfgeschossigen Fabrikgebäuden, die zwischen 1904 und 1910 entstanden, mit Ergänzungen von 1912 bis 1914. Die Bauten haben eine Stahlskelettkonstruktion, die stützenarme Fabriksäle mit großen Fenstern ermöglichte, und eine einheitliche gelbe Klinkerverkleidung. Sie nehmen Straßenflucht und Traufhöhe der umliegenden Mietshäuser auf und bilden an der Oudenarder, Groninger und Liebenwalder Straße einen geschlossenen Blockrand.
Sigmund Bergmann gründete 1904 auf diesem Gelände seine Glühlampenfabrik, die bereits 1910 täglich 16.000 Metallfadenlampen produzierte und bis zu 5500 Menschen beschäftigte. 1935 übernahm OSRAM das Bergmann-Werk, nannte es Werk B und erweiterte es 1936–1937. 1988 endete die Lampenproduktion, die größtenteils nach Siemensstadt verlegt wurde.
Im Volksmund heißt das Ensemble weiterhin „Osram-Höfe“, obwohl es seit dem Umbau offiziell Carrée Seestraße firmiert. Heute arbeiten hier über 3000 Menschen in rund 60 Gewerbebetrieben und Einrichtungen, darunter die Beuth-Hochschule für Technik Berlin und der Polizeiabschnitt 17. Der Name Osram ist ein Kofferwort aus Osmium und Wolfram, den beiden früher für Glühfäden verwendeten Metallen.
Das Ensemble liegt zwischen Liebenwalder Straße und Oudenarder Straße im Wedding; die Fabrikbauten bilden entlang der Oudenarder, Groninger und Liebenwalder Straße einen geschlossenen Blockrand. Die Höfe sind öffentlich zugänglich und beherbergen heute rund 60 Gewerbebetriebe und Einrichtungen, darunter die Beuth-Hochschule für Technik Berlin und den Polizeiabschnitt 17.
Die fünfgeschossigen Fabrikbauten entwarf der Architekt Hermann Enders, der mit einer Stahlskelettkonstruktion stützenarme Fabriksäle mit großen Fenstern schuf. Die gelbe Klinkerverkleidung, zwischen 1904 und 1910 angebracht, lässt die verschiedenen Bauabschnitte einheitlich wirken.
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