Kloster Burg Dinklage, Benediktinerinnenkloster in Dinklage, Deutschland.
Die Benediktinerinnenabtei Burg Dinklage nutzt eine von Gräben umflossene Vierflügelanlage, deren heutiges Burggebäude laut einem zerstörten Wappenstein 1597 entstand. An der Einfahrt steht ein Renaissance-Portal aus Sandstein mit Zierquadern; der Westflügel des 17. Jahrhunderts ist aus Backstein, Nord- und Ostflügel sind aus Fachwerk, im Süden das zweigeschossige, verputzte Haupthaus. An dessen vorkragendem Obergeschoss ist ein Sandsteinerker aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu sehen.
Das heutige Burggebäude entstand 1597, laut einem heute zerstörten Wappenstein, an der Stelle einer spätmittelalterlichen Wasserburg. Die Dietrichsburg ging 1588 durch Erbschaft an die Familie von Ledebur über und wurde 1801 an die Familie von Galen verkauft, die sie zu ihrem Stammsitz machte. 1949 übergab Graf Christoph Bernhard von Galen die Burg an Benediktinerinnen aus Alexanderdorf, die am 8. Juni einzogen.
Die Benediktinerinnen folgen der Regel des heiligen Benedikt, die ihren Alltag in Gebet, Arbeit und Stille gliedert. Im Klosterladen können Besucher selbst gefertigte Produkte kaufen und so einen konkreten Eindruck vom Handwerk der Schwestern bekommen.
Die Nonnen eröffneten 2001 ein Café im Schlosspark; seit 1999 dient ein Teil der ehemaligen Wirtschaftsgebäude als Gästehaus der Abtei, der andere wurde 1997 zu einem Haus für Obdachlose. Die alte Wassermühle und die Burgkapelle gehören der Kardinal-von-Galen-Stiftung. Die Anlage liegt im Naturschutzgebiet Burgwald Dinklage, das 2017 aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen wurde.
Kardinal Clemens August von Galen, der als 'Löwe von Münster' bekannte Bischof, der sich dem NS-Regime widersetzte, wurde 1878 innerhalb dieser Burgmauern geboren. Seine Familie besaß das Schloss jahrhundertelang, bevor die Benediktinerinnen nach dem Krieg einzogen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.953 Mitwirkenden weltweit.