Fuldatalbrücke Kragenhof, Eisenbahnbrücke in Staufenberg und Fuldatal, Deutschland
Die Fuldatalbrücke Kragenhof ist eine 249,6 Meter lange Stahl-Verbundbrücke in Gitterbauweise auf der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg, die bei Kilometer 133,2 die Fulda und die Landesgrenze zwischen Hessen und Niedersachsen überspannt. Ihr vierfeldriger Balkenträger liegt bis zu 30 Meter über dem Grund und führt über die Fuldatalstraße L 3235. Nördlich schließt der 1.345 Meter lange Mühlenkopftunnel an, südlich der Lohbergtunnel.
Die Fuldatalbrücke Kragenhof von 1988 ist die jüngere der beiden gleichnamigen Eisenbahnbrücken bei Kragenhof. Der Auftrag wurde im September 1985 vergeben, der Bau begann im Oktober 1986 und endete im November 1988; die Projektgruppe NBS der Bundesbahndirektion Frankfurt führte ihn für rund 14 Millionen Deutsche Mark aus. Ihr Fachwerk orientiert sich an der Brücke der Hannöverschen Südbahn von 1855.
Das Stahlfachwerk von 1988 orientiert sich an der nahen Fuldatalbrücke Kragenhof von 1855 der Hannöverschen Südbahn. Es sind zwei getrennte Bauwerke: Die alte Brücke trug die Hannoversche Südbahn, die neue dient der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg. Besucher sehen die alte Brücke von den Wegen im Tal aus, nicht durch Überqueren des neuen, für Fußgänger gesperrten Bauwerks.
Die Brücke ist am besten vom Tal aus zu sehen, wo Wanderwege gute Blickwinkel auf die Struktur bieten. Der beste Besuchszeitraum ist das ganze Jahr über, wobei herbstliche Lichtverhältnisse die Stahlkonstruktion besonders gut hervorheben.
Die Brücke von 1988 ist die einzige Stahlfachwerk-Verbundbrücke der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg; ihr Fachwerk wurde nach dem Vorbild der Fuldatalbrücke Kragenhof von 1855 der Hannöverschen Südbahn gestaltet. Sie trägt zwei Gleise bei Kilometer 133,2, an ihrem Nordende schließt der Mühlenkopftunnel an.
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