Die Rampe, Holocaust-Mahnmal in der Moritzstraße, Kassel, Deutschland.
Die Rampe ist ein Denkmal in Kassel, das einen historischen Güterwagen und Skulpturen von fallenden Figuren zeigt, deren Gewänder sichtbar bleiben. Das Ensemble ermöglicht Besuchern, die Dimensionen dieser historischen Katastrophe unmittelbar zu erfassen.
Das Denkmal bezieht sich auf die Henschelwerk-Fabrik, die während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter zur Herstellung von Fahrzeugen und Waffen einsetzte. Die künstlerische Interpretation konzentriert sich auf die menschliche Erfahrung dieser unmenschlichen Ausbeutung.
Das Denkmal wurde von der Künstlerin Eva Renée Nele Bode erschaffen, die ihre Kindheitserinnerungen an Zwangsarbeiter verarbeitete. Die Installation spricht Besucher durch ihre emotionale Bildsprache an, ohne dabei belehrend zu wirken.
Das Denkmal befindet sich jetzt auf dem Campus der Universität Kassel zwischen einem Vorlesungssaal und einem Lernzentrum. Der Ort ist zu Fuß erreichbar und Besucher können das Werk in ihrem eigenen Tempo betrachten.
Das ursprüngliche Werk wurde durch Brandstiftung beschädigt und brauchte sieben Jahre Restaurierung, bevor es wieder öffentlich zugänglich wurde. Diese lange Wiederherstellung wurde selbst Teil der Geschichte des Denkmals.
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