Karlsfried, Mittelalterliche Burgruine im Zittauer Gebirge, Deutschland.
Karlsfried ist eine Burgruine in den Zittauer Bergen, die sich auf einem Bergrücken erhebt und aus einem Eingangsturm, einem quadratischen Bergfried und Wehrmauern besteht. Die Steinreste sind entlang der Höhe verteilt und zeigen die typische Anlage einer mittelalterlichen Befestigung.
Kaiser Karl IV. ließ die Burg 1357 errichten und beauftragte Burggraf Ulrich Tista von Liebstein mit der Ueberwachung. Spaeter wurde sie durch Raubzuege gefaehrdet und die Bürger Zittaus kauften und zerstorten sie schliesslich 1442.
Die Burg war ein wichtiger Ort für den Handel zwischen Böhmen und der Oberlausitz, wo Kaufleute Schutz fanden. Heute erinnern die Ruinen an diese Rolle als Wächter über die alten Handelswege in der Region.
Man erreicht die Ruine über Wanderwege von der Strasse Zittau-Lückendorf aus, wo auch eine Schutzhütte in der Nähe der Stätte zu finden ist. Der Weg ist am besten bei trockenem Wetter zu gehen, da die Steigung und das Gelände anspruchsvoll sein können.
Der Ort wird heute oft ubersehen, obwohl er eine wichtige Geschichte der Konflikte zwischen lokalen Machten zeigt. Die Zerstörung durch die Bürger selbst ist eine seltene Geschichte, die zeigt, wie die Stadt ihre Sicherheit selbst in die Hand nahm.
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