Friedenskirche Grünau, Kirchengebäude in Grünau, Deutschland.
Die Friedenskirche Grünau ist eine nord-südlich ausgerichtete Kirche, verkleidet mit Nesselbergsandstein und roten Ziegeln, im märkischen Stil mit Anklängen an spätromanische Bauten. An der Südwestecke steht ein 35 Meter hoher quadratischer Turm, dessen Steinsockel in rotem Ziegelmauerwerk mit Schallöffnungen, Uhr und steilem Pyramidendach übergeht. An der Südseite liegt ein vielgestaltiger Eingangsbau mit dreiseitigem Polygon für Hauptportal und Orgelempore, an der Westseite zwei Quersatteldächer mit Blendgiebeln.
Die Friedenskirche wurde 1904–1906 nach Plänen von Ludwig von Tiedemann und Wilhelm Walther errichtet, unter dem Einfluss des Kirchenbauvereins und der Schirmherrschaft der Kaiserin Auguste Viktoria. Beim Einmarsch sowjetischer Truppen in Grünau am 23. April 1945 wurde das Inventar geplündert und zerstört. Nach provisorischer Reparatur von Dach und Fenstern fanden ab dem Bußtag 1948 wieder Gottesdienste statt; die Rekonstruktion 2006 legte die Ausmalung von F. W. Mayer größtenteils wieder frei.
Der Vorplatz heißt seit 2008 Don-Ugoletti-Platz, benannt nach dem Pfarrer Don Ugoletti aus Albinea, der italienischen Partnerstadt Treptow-Köpenicks. Er hielt die Vorgänge um die Villa Rossi im Tagebuch fest und sorgte dafür, dass fünf hingerichtete Wehrmacht-Soldaten, darunter Hans Schmidt aus Johannistal, christlich beerdigt wurden. Der Taufstein aus Wealden-Sandstein trägt die Umschrift „Gestiftet von Ihrer Majestät der Kaiserin Auguste Victoria“.
Die Kirche steht am Ende der Eibseestraße auf dem Don-Ugoletti-Platz im Ortsteil Grünau des Bezirks Treptow-Köpenick. Der Platz wurde 2008 nach Don Ugoletti benannt. Der 35 m hohe Turm markiert die Südwestecke, der Eingangsbau mit dreiseitigem Polygon liegt an der Südseite.
Die Turmuhr wurde 1999 zum 250-jährigen Bestehen Grünaus originalgetreu wiederhergestellt. Der Taufstein aus Wealden-Sandstein trägt die Umschrift „Gestiftet von Ihrer Majestät der Kaiserin Auguste Victoria“. Seit 2008 stehen neben dem Altar die von Achim Kühn nach alten Fotografien neu gefertigten siebenarmigen Leuchter.
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