Frohnauer Hammer, Industriemuseum in Annaberg-Buchholz, Deutschland.
Der Frohnauer Hammer ist ein Hammerwerk an der Sehma in Frohnau, heute ein Ortsteil von Annaberg-Buchholz. Sein weiß verputzter Bau mit grauem Schieferdach und hölzernem Balkon trägt den Schriftzug „Frohnauer Hammer“ in gotischer Schrift zwischen zwei gekreuzten Hämmern. Im Inneren erhalten drei Schwanzhämmer, deren Wellen ein oberschlächtiges Wasserrad antreibt, die Technik der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.
Der Frohnauer Hammer war ursprünglich eine Getreidemühle des 15. Jahrhunderts mit vier Mahlgängen. 1496 wurde in ihren Räumen die Gründung St. Annabergs beschlossen, 1498 wurde sie zur Münze ausgebaut. Nach dem Verfall um 1590 wurde sie ab 1621 als Hammerwerk wiedererrichtet; Gottfried Rubner ließ sie bis 1660 zu einem Werk für Eisenstäbe, Rüstungen und Schaufeln umbauen. Ein Brand 1692 führte zum barocken Hammerherrenhaus, 1904 wurde der Betrieb eingestellt.
Der Name stammt vom Dorf Frohnau an der Sehma. 1935 wurden im Frohnauer Hammer die von Max Günther angeregten Entwürfe für eine erzgebirgische Fest- und Sonntagstracht vorgestellt. Zum Komplex gehören außerdem ein mechanischer Heimatberg und eine Klöppelstube; im Hammerherrenhaus befindet sich eine Gaststätte.
Die Anlage liegt an der Sehma in Frohnau, Hammerschmiede und Fachwerk-Hammerherrenhaus stehen nebeneinander; die drei Schwanzhämmer werden von einem oberschlächtigen Wasserrad angetrieben. Sie gehört zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří, planen Sie daher Zeit für die Schmiede und die Räume des Herrenhauses ein.
Das Museum war eines der ersten Baudenkmäler in Sachsen, die gezielt als technisches Erbe bewahrt wurden. Seine Sammlung zeigt Entwicklungen in der Metallbearbeitung, die man in anderen Museen der Region nicht findet.
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