Gebersdorf, Statistischer Bezirk im Südwesten von Nürnberg, Deutschland.
Gebersdorf ist ein Stadtteil im Südwesten Nürnbergs mit Wohngebäuden, Industrieanlagen und ehemaligen Militärflächen im Verwaltungsgebiet der Metropole. Das Viertel zeigt ein gemischtes Erscheinungsbild aus unterschiedlichen Funktionsbereichen, die nebeneinander bestehen.
1303 übertrug der Nürnberger Burggraf Konrad II. Gebersdorf, damals als „Gerberstorf“ erwähnt, zusammen mit elf weiteren Orten dem Bamberger Domkapitel als Jahrtagsstiftung. In beiden Markgrafenkriegen (1449–1450 und 1552–1555) wurde der Ort niedergebrannt, 1632 lag er mitten im Kriegsschauplatz des Dreißigjährigen Kriegs. Am 1. Januar 1899 wurde Gebersdorf nach Nürnberg eingemeindet.
Gebersdorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt; ursprünglich war der Ort nach St. Johannes Baptist in Eibach gepfarrt, seit 1939 ist die Pfarrei St. Stephanus zuständig. Die katholische Heilig-Kreuz-Kirche wurde 1936/1937 nach Plänen des Nürnberger Architekten Fritz Mayer erbaut und birgt einen Flügelaltar der Malerin Bertl Kuch, deren Mann Jobst Kuch die Ausmalung übernahm.
Das Viertel ist über öffentliche Verkehrsmittel und Straßennetz mit den umliegenden Stadtteilen verbunden und eignet sich für Durchfahrten oder Besuche bestimmter Orte. Besucher sollten beachten, dass der Charakter des Viertels von Industrie und Wohnnutzung geprägt ist, was das Erscheinungsbild bei der Orientierung unterstützt.
Das Viertel beherbergt das Kraftwerk Franken 1 und die zentrale Bahnstromumrichteranlage, die wesentlich zur Stromversorgung der Region beitragen. Diese technischen Anlagen sind für Besucher sichtbar und zeigen die industrielle Bedeutung des Viertels für die Infrastruktur Nürnbergs.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.875 Mitwirkenden weltweit.