Großreuth bei Schweinau, Wohnbezirk im westlichen Nürnberg, Deutschland.
Großreuth bei Schweinau ist ein Stadtteil im Westen Nürnbergs, rund 4,5 km vom Zentrum entfernt, mit etwa 6000 Einwohnern. Der Statistische Bezirk umfasst 6,911 km² und zählt 14 Baudenkmäler, darunter Hofanlagen und Wohnhäuser an der Alten Wallensteinstraße sowie das Gasthaus Rottner in der Winterstraße. Die evangelische Thomaskirche liegt im Herzen des Stadtteils.
Das Viertel erlebte 1632 während des Dreißigjährigen Krieges Kämpfe zwischen kaiserlichen und schwedischen Armeen, was Nürnberg grundlegend veränderte. Diese militärischen Auseinandersetzungen hinterließen tiefe Spuren in der Entwicklung der gesamten Stadt.
Der Stadtteil heißt im Nürnberger Dialekt „Grousraid“. Seit der Reformation ist er evangelisch-lutherisch geprägt, war zunächst nach St. Lorenz gepfarrt und gehört seit 1939 zur Pfarrei St. Thomas; die Katholiken sind seit 1922 nach St. Bonifaz gepfarrt. Die 1979 wiederbelebte Großreuther Kärwa findet jedes Jahr am ersten Sonntag im Juli statt und dauert fünf Tage.
Zwei große Straßen durchqueren den Stadtteil: die Wallensteinstraße, die hier beginnt und nach Gebersdorf führt, und die Rothenburger Straße stadtein- und -auswärts. Den öffentlichen Verkehr übernehmen VGN-Buslinien, nicht die U-Bahn. Der Stadtteil liegt rund 4,5 km südwestlich der Nürnberger Innenstadt.
Das jährliche Großreuther Kärwa-Fest findet in der ersten Juliwoche statt und feiert traditionelle Bräuche an fünf aufeinanderfolgenden Tagen. Dieses lokale Fest ist ein Höhepunkt im kulturellen Kalender der Gegend.
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