Gaismannshof, Wohnbezirk im Westen von Nürnberg, Deutschland
Gaismannshof ist der statistische Bezirk 62 in der Nürnberger Weststadt, begrenzt vom Frankenschnellweg im Norden, der Rothenburger Straße im Süden, der Ringbahn im Westen und der Von-der-Tann-Straße im Osten. Seine Baudenkmäler stehen an der Lehrberger Straße: Nr. 72 ist ein eingeschossiges Bauernhaus des 18./19. Jahrhunderts mit dreigeschossigem Giebel, gleichzeitiger Fachwerkscheune und Backofen; Nr. 75 ist ein Wohnstallhaus, Nr. 80 und 82 bilden eine Hofanlage.
Gaismannshof wurde im 15./16. Jahrhundert erstmals als „Geuschmidshof“ urkundlich erwähnt, wohl nach der Nürnberger Ratsfamilie Geuschmied. Um 1800 zählte der Weiler noch 6 Anwesen, deren Grundherren das Waldamt Laurenzi sowie die Nürnberger Familien Löffelholz, Oelhafen und Zeltner waren. Von 1797 bis 1808 unterstand er dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg; am 1. Januar 1899 kam er als Teil der Gemeinde Höfen zu Nürnberg.
Der Name geht auf die Nürnberger Ratsfamilie Geuschmied zurück, von der sich die erste urkundliche Form des Weilers, „Geuschmidshof“, ableitet. Seit der Reformation ist der Ort evangelisch-lutherisch; ursprünglich war er nach St. Michael in Fürth gepfarrt, heute ist die Erlöserkirche in Leyh zuständig, katholische Einwohner gehören zu Zu den Heiligen Schutzengeln in Nürnberg.
Gaismannshof reicht vom Frankenschnellweg im Norden bis zur Rothenburger Straße im Süden und von der Ringbahn im Westen bis zur Von-der-Tann-Straße im Osten; diese vier Straßen durchqueren den Bezirk. Der alte Ortskern liegt an der Lehrberger Straße, wo die denkmalgeschützten Bauernhäuser Nr. 72, 75, 80 und 82 stehen. Seit 1959 prägt der Großmarkt den Verkehr im Viertel.
Seit 1959 beheimatet das Viertel Nürnbergs Großmarkt, der als wichtiger Verteilungspunkt für die ganze Region fungiert. Diese Handelsanlage prägt bis heute das Geschäftsleben und die täglichen Bewegungsmuster des Viertels.
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