Sündersbühl, Statistischer Bezirk im Westen Nürnbergs, Deutschland.
Sündersbühl ist ein statistischer Bezirk im westlichen Nürnberg mit Wohngebieten, Geschäftsflächen und Grünanlagen. Das Viertel erstreckt sich zwischen der Frankenschnellweg, Von-der-Tann-Straße und Rothenburger Straße und bietet eine Mischung aus verschiedenen Nutzungsarten.
Sündersbühl wurde 1362 als „Sinterspuehel“ erstmals urkundlich erwähnt; der Name leitet sich von Sinter (Hammerschlag, Metallschlacke) und Bühl (Hügel) ab. 1320 kam das Gut durch die Heirat Konrad II. Nützel mit Hildegard Staudigel an die Nürnberger Patrizierfamilie Nützel. 1774 verkauften Hochstift und Dompropstei Bamberg den gesamten Lehnkomplex für 25.000 Gulden an Johann Sigmund Haller von Hallerstein. Am 1. Januar 1898 wurde Sündersbühl nach Nürnberg eingemeindet.
Der Name Sündersbühl leitet sich von Sinter (Hammerschlag, Metallschlacke) und Bühl (Hügel) ab; 1362 ist „Sinterspuehel“ belegt. Seit der Reformation ist der Ort evangelisch-lutherisch und nach St. Leonhard gepfarrt, Katholiken gehören zu St. Bonifaz. Eine Gedenktafel erinnert an Johann Georg Hoffmann.
Sündersbühl grenzt im Westen entlang der Bundesstraße 4 R an Gaismannshof, im Süden an der Rothenburger Straße an St. Leonhard und beim Frankenschnellweg im Nordosten an Gostenhof. Der nordöstliche Teil entlang der Fugger- und Witschelstraße ist durch Autohandel geprägt, während im Westen der östliche Teil des Westparks und eine Kleingartenanlage liegen. Die mehrstöckigen Wohngebäude stehen im Süden an der Rothenburger Straße und der Ossietzkystraße.
Das Nützelschlösschen, Herrensitz der Nürnberger Patrizierfamilie Nützel von 1320 bis zu deren Aussterben 1747, brannte 1449 ab, wurde ab 1516 neu aufgebaut, 1552 und 1632/34 erneut zerstört und in den 1680er Jahren wiederhergestellt. 1873 kam es an die Stadt Nürnberg, diente als Armenhaus und später für den benachbarten Schlachthof und wurde 1943 zerstört.
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