Galgeninsel, Halbinsel und Gedenkstätte in Lindau, Deutschland.
Die Galgeninsel ist eine Halbinsel in Lindau, die in die Reutiner Bucht am Bodensee hineinragt. Das Gebiet liegt in der Nähe des Lindauer Güterbahnhofs und ist heute als Naturfläche ausgewiesen.
Im Mittelalter diente die Halbinsel als Hinrichtungsstätte unter der Gerichtsbarkeit der Freien Reichsstadt Lindau. Ein Steinblock mit einem Loch, in dem der Galgenbalken befestigt war, ist bis heute vor Ort erhalten.
Der Name "Galgeninsel" erinnert noch heute daran, dass hier einst Hinrichtungen stattfanden, und wer den Ort besucht, spürt diesen Kontrast zwischen der ruhigen Naturlandschaft und der düsteren Vergangenheit. Ein Stein mit einem Loch im Boden markiert noch immer die Stelle, an der der Galgenbalken befestigt war.
Der Zugang zur Halbinsel kann je nach Jahreszeit eingeschränkt sein, vor allem in der Brutzeit der Vögel. Wer das Gebiet besucht, sollte auf den ausgewiesenen Wegen bleiben und ausreichend Abstand zur Ufervegetation halten.
Im 19. Jahrhundert tauchten Berichte über prähistorische Siedlungsreste in der Nähe des Ortes auf, doch spätere wissenschaftliche Untersuchungen konnten diese Behauptungen nicht bestätigen. Das Gebiet bleibt damit archäologisch gesehen noch heute eine offene Frage.
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