Kilianstollen Marsberg, Bergbaustollen in Marsberg, Deutschland
Der Kilianstollen ist eine Bergbaustollen in Marsberg, die sich etwa 380 Meter tief in den Berg erstreckt. Das Netzwerk zeigt drei miteinander verbundene Abbaubereiche, wo man noch heute die dunkelbraun und rotlich gefarbten Gesteinsformationen sehen kann, die von Kupfer-, Mangan- und Eisenerzen stammen.
Die erste Dokumentation dieses Stollens reicht bis ins Jahr 1842 zuruck, als Bergleute ihn offneten, um Kupfererze abzubauen. Uber Jahrzehnte hinweg war dieser Ort ein Zentrum der regionalen Bergbautätigkeit und prägte die wirtschaftliche Entwicklung von Marsberg.
Der Stollen trägt den Namen des heiligen Kilian und war über Generationen hinweg ein wichtiger Teil des Lebens der Bergleute in der Region. Die Einheimischen kennen diesen Ort als Zeugnis ihrer Bergbautradition und besuchen ihn, um ihre industrielle Vergangenheit zu verstehen.
Der Zugang ist begrenzt und erfolgt nur mit Führung, um die Sicherheit unter Tage zu gewahrleisten. Die Besucher sollten festes Schuhwerk und eine Jacke mitbringen, da es im Inneren kühler ist und der Boden feucht sein kann.
Die Innenwande zeigen kunstliche Ablagerungen von Mineralien, die in satt blauen und grünen Farbtonen glänzen - Spuren des abgebauten Kupfers, die fast wie bemalte Kunstwerke wirken. Daneben finden sich gelbe und orange Verfärbungen von Schwefel und Eisenablagerungen, die der gesamten Szenerie ein verwunschenes Aussehen verleihen.
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