Krupp-Gürtel, Stadtentwicklungsprojekt in Essen, Deutschland
Der Krupp-Gürtel ist ein großes Stadtentwicklungsprojekt in Essen, das etwa 230 Hektar ehemaliger Industrieflächen zwischen dem Stadtzentrum und dem Stadtteil Altendorf in Wohn- und Geschäftsgebiete umwandelt. Das Gelände umfasst Wohnblöcke, Büros, einen Park mit etwa 23 Hektar Grünfläche sowie Schulen und Geschäfte, die nach und nach auf dem früheren Stahlwerksgelände entstanden sind.
Das Gelände beherbergte ab 1811 eine Stahlgießerei, die lange Zeit der Kern der Industrie in der Stadt war und das Wirtschaftsleben prägte. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden die Anlagen zurückgebaut, und das Areal lag darauf bis zum Jahr 2000 brach, bevor die Umwandlung begann.
Der Krupp-Gürtel trägt den Namen des Industrieunternehmens, das dort lange Zeit präsent war, und zeigt heute, wie die Stadt ihre Vergangenheit in den neuen Stadtraum integriert. Der Grünflächenpark wird von Bewohnern als Ort für Spaziergänge und Treffen genutzt, wo man die industrielle Geschichte noch in einzelnen erhaltenen Gebäuden sehen kann.
Das Areal ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und hat breite, gut ausgeschilderte Wege für Fußgänger und Radfahrer zum Erkunden. Besucher sollten wissen, dass die Entwicklung noch nicht vollständig abgeschlossen ist, sodass man an verschiedenen Stellen Baustellen und neue Konstruktionen vorfindet.
Der Stadtteil Essen 51 innerhalb des Projekts zeigt ein ungewöhnliches Merkmal: ganze Straßenzüge wurden mit speziellem Fokus auf Nachhaltigkeit und klimafreundliches Bauen entworfen. Viele Häuser nutzen Solarenergie und andere erneuerbare Technologien, was es zu einem bemerkenswerten Beispiel moderner, umweltbewusster Stadtplanung macht.
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