St.-Marien-Kirche, Gotische Kirche in Parchim, Deutschland.
St. Marien ist eine gotische Kirche in Parchim, die aus roten Ziegeln erbaut wurde und typische nordeuropäische Merkmale der Backsteingotik zeigt. Das Innere wird von massiven Pfeilern und hohen Gewölben geprägt, durch große Fenster fällt Licht auf die Altarräume.
Pribislaw I. gründete 1249 die Parchimer Neustadt am westlichen Eldeufer und begann zugleich mit St. Marien. Der Backsteinbau wurde am 19. Juni 1278 durch den Schweriner Bischof Hermann I. von Schladen und seinen Bruder Ludolf geweiht und im frühen 14. Jahrhundert als dreischiffige Hallenkirche vollendet. Der Westturm von 1310 nahm sich die Türme der Lübecker Marienkirche zum Vorbild; der Chor wurde 1908 völlig erneuert.
Die Kirche ist seit Jahrhunderten das geistliche Zentrum Parchims und prägt das Selbstverständnis der Stadt. Menschen versammeln sich hier zu Gottesdiensten und Musikveranstaltungen, die das Leben in der Gemeinde rhythmisieren.
Das Gebäude ist während der wöchentlichen Öffnungszeiten frei zugänglich, und Besucher können die Innenräume ohne Eile erkunden. Es lohnt sich, bei schönem Wetter zu kommen, um das Licht durch die Fenster am besten zu erleben.
Die Orgel von 1908, erbaut von Faber & Greve in das Gehäuse von 1620, trägt ein deutsches Reichspatent: Der Registerfundus des ersten Manuals lässt sich auf jedem der beiden Manualwerke unabhängig registrieren. Das Pfeifenwerk ist fast vollständig erhalten, 18 Register auf zwei Manualen und Pedal.
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