Gewerbehaus, Kulturdenkmal in Mitte, Deutschland.
Das Gewerbehaus Bremen ist ein Bau der Weserrenaissance, den die Wandschneider 1619 bis 1621 als Versammlungshaus errichteten. Zwei im Winkel zueinander stehende Flügel wenden dem Ansgarikirchhof je einen geschmückten Giebel zu; unter dem nördlichen Giebel steht eine Nischenfigur des Merkur. Die Steinhauerarbeiten stammen von Johann Nacke und ab 1620 von Ernst Crossmann. Das Eingangsportal überstand das Bombardement von 1944.
Das Gebäude entstand in einer Zeit, als der Handel Bremens wuchs und Handwerker sowie Kaufleute feste Orte für ihre Tätigkeiten benötigten. Es dokumentiert die Entwicklung der Stadt vom mittelalterlichen Handelszentrum zur modernen Wirtschaftsmacht.
Das Gewerbehaus war lange Zeit der Ort, wo sich Handwerker und Kaufleute trafen, um ihre Angelegenheiten zu regeln. Die Räume spiegeln noch heute die Bedeutung wider, die Handel und Handwerk in dieser Stadt hatten.
Das Gebäude liegt zentral in der Bremer Innenstadt und ist zu Fuß leicht zu erreichen. Besucher sollten beachten, dass der Zugang manchmal begrenzt ist und es sich lohnt, vorher Informationen zur aktuellen Besuchbarkeit einzuholen.
Das Eingangsportal überstand das Bombardement vom 6. Oktober 1944, weil Splitterschutzmauern es besonders sicherten, während das übrige Gebäude fast vollständig zerstört wurde. Der Wiederaufbau begann 1948, die Jahreszahl steht im Fries des Erdgeschosses.
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