Gleimhaus, Literaturmuseum in Halberstadt, Deutschland
Das Gleimhaus ist ein Fachwerkgebäude hinter dem Dom mit Räumen, die Werke und Korrespondenzen aus der Aufklärung zeigen. Die Ausstellung erstreckt sich über mehrere Stockwerke und präsentiert literarische Sammlungen, die über drei Jahrhunderte hinweg zusammengetragen wurden.
Johann Wilhelm Ludwig Gleim bewohnte das Haus ab 1719 und machte es über Jahrzehnte zu einem Treffpunkt für Dichter und Denker. Nach seinem Tod 1803 blieb seine Sammlung erhalten und wurde die Grundlage für das heutige Museum.
Der sogenannte Freundschaftstempel zeigt über 130 Porträts aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert von Schriftstellern und Künstlern der damaligen Zeit. Diese Sammlung vermittelt einen unmittelbaren Eindruck davon, wer die literarische Welt dieser Epoche prägte und wie diese Menschen aussahen.
Das Museum ist leicht zu Fuß vom Stadtzentrum aus erreichbar und hat eine klare Orientierung im Inneren mit gekennzeichneten Räumen. Am besten besucht man es an ruhigen Wochentagen, wenn man Zeit zum Erkunden hat und die Exponate nicht überlaufen sind.
Das Haus beherbergt einen Schatz an handschriftlichen Briefen von etwa 500 verschiedenen Korrespondenten aus dem 18. Jahrhundert. Diese Briefe gewähren einen seltenen Einblick in die täglichen Gedanken und Netzwerke von Schriftstellern und Intellektuellen einer ganzen Epoche.
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