St.-Johannis-Kirche, Kirchengebäude in Halberstadt, Sachsen-Anhalt
St.-Johannis-Kirche ist eine Fachwerkkirche in Halberstadt, Deutschland, die aus Holz und Stein konstruiert wurde und etwa 32 Meter lang und 16 Meter breit ist. Im Inneren findet sich ein großer, offener Raum mit einer Holzdecke aus kassettierten Feldern, barocken Altären von 1692, einer bemalten Kanzel von 1653 und einem bronzenen Taufbecken aus dem 15. Jahrhundert.
Die Kirche wurde zwischen 1646 und 1648 erbaut, nachdem ein Feuer 1631 das ursprüngliche Gebäude zerstört hatte und während des Dreißigjährigen Krieges schwere Schäden entstanden waren. Der separate Glockenturm wurde später 1684 hinzugefügt und beherbergt zwei mittelalterliche Glocken aus dem 14. Jahrhundert.
Der Name St. Johannis bezieht sich auf Johannes den Täufer, dessen Figur auf der Kanzel dargestellt ist. Die Kirche dient der lokalen evangelischen Gemeinde als Ort der Andacht und zeigt durch ihre schlichte Holzausstattung, wie protestantische Gemeinden nach dem Krieg ihre Räume gestalteten.
Die Kirche befindet sich hinter dem alten Baumbestand und dem Glockenturm am Westendorf und ist durch ein schmiedeeisernes Tor zugänglich. Besuche können nach Absprache mit dem Kirchenführer arrangiert werden, um die historische Ausstattung in Ruhe zu erkunden.
Im Inneren wurden 2003 holzfressende Pilze entdeckt, was eine umfangreiche Restaurierung auslöste, bei der der Originalboden durch Keramikfliesen ersetzt wurde. Der moderne Umbau sicherte das langfristige Überleben dieses seltenen Holzbaus und zeigt, wie die Gemeinde das historische Erbe bewahrt.
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