Germanengrab, Archäologische Stätte in Itzehoe, Deutschland.
Das Germanengrab ist eine archäologische Stätte bei Itzehoe mit mehreren alten Grabstätten aus der Frühgeschichte. Die Gräber sind in einem offenen Gelände erhalten und zeigen durch ihre Anordnung und Struktur, wie Menschen dieser Zeit ihre Toten bestatteten.
Der Grabhügel wuchs aus zwei kleinen Hügeln zu einem 5,5 Meter hohen Komplex mit zwölf Gräbern heran, der etwa von 1500 bis 1200 v. Chr. genutzt wurde. 1937 untersuchte ihn Günther Haseloff im Auftrag des Kieler Museums. Die Ziegelkuppel über der Anlage entstand 1938 zu NS-Propagandazwecken; seit 2020 heißt der Ort offiziell GeSCHICHTENberg Itzehoe.
Der Friedhof zeigt durch seine Gräber, wie Menschen dieser Gegend lebten und woran sie glaubten. Die Gegenstände in den Gräbern erzählen von ihrem Alltag, ihren Fähigkeiten und ihren Verbindungen zu anderen Gruppen.
Der Geschichtenberg liegt am Rand der Itzehoer Innenstadt an der Ecke Timm-Kröger-Straße / Langer Peter. Der Ziegelkuppelbau mit Tonnengewölbe im Eingangsbereich ist von außen zu sehen; vor der heutigen Stadtbebauung bot die Kuppe einen weiten Blick über die Marschen. Seit 2020 heißt der Ort offiziell GeSCHICHTENberg Itzehoe, und eine Arbeitsgruppe im Heimatverband für den Kreis Steinburg e. V. entwickelt dort eine Bildungsstätte.
Der Name Germanengrab ist irreführend: Die Ausgrabung von 1937 unter Günther Haseloff legte zwölf Gräber der Nordischen Bronzezeit frei, keine germanische Bestattung. Der Ort diente zudem als Galgenberg des Itzehoer Zisterzienserinnenklosters und heißt seit 2020 offiziell GeSCHICHTENberg Itzehoe.
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