Goliathhaus, Gotisches Gebäude in Regensburg, Deutschland.
Das Goliathhaus ist eine zinnenbekrönte frühgotische ehemalige Hausburg aus der Zeit um 1220/30 zwischen der Goliathstraße im Norden und dem Watmarkt im Süden. Die Nordfassade trägt ein großes David-und-Goliath-Gemälde, das seit 1573 mehrfach erneuert und 1900 von Franz Rinner neu gemalt wurde. Die Südfront, der einstige Eingang, hat wegen des ansteigenden Geländes ein Stockwerk weniger. Im Westen nimmt ein Turm die ganze Haustiefe ein, und zwei polygonale Erkertürmchen mit Zwiebelhauben springen aus der Nordmauer.
Der Bau entstand im 13. Jahrhundert als Wohnturm der wohlhabenden Familie Thundorfer, die damit ihre Macht in der Stadt demonstrierte. Die Familie bewohnte das Haus mehrere Generationen lang und prägte das Gesicht der mittelalterlichen Stadt Regensburg.
Das Goliathhaus war lange Zeit ein wichtiger Treffpunkt für die wohlhabende Familie der Thundorfer, die hier ihre Macht und ihren Status zur Schau stellte. Die Bewohner waren bekannt für ihre Rolle in der städtischen Verwaltung und dem Handelsnetzwerk Regensburgs.
Das Gebäude reicht von der Goliathstraße im Norden bis zum Watmarkt im Süden; die Schaufront mit dem Goliath-Gemälde zeigt sich denen, die über die Steinerne Brücke und die Brückstraße hereinkommen. Die Südfront zum Watmarkt hat wegen des ansteigenden Geländes ein Stockwerk weniger. Der Turm nimmt im Westen die ganze Haustiefe ein.
Der Name Goliathhaus geht vermutlich auf eine Herberge des 12. Jahrhunderts für fahrende Scholaren, die Goliarden, zurück und wurde um 1260 auf die neue Hausburg übertragen. Das David-und-Goliath-Gemälde war also nicht Namensgeber; das Fresko selbst entstand wohl 1573/74 oder 1585/87, als der Maler Melchior Bocksberger in Regensburg arbeitete.
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