Golmberg, Berggipfel in Brandenburg, Deutschland
Der Golmberg ist der höchste Punkt in der Fläming-Landschaft in Brandenburg, Deutschland, und erhebt sich auf 178 Meter über dem Meeresspiegel. Der Hügel ist von Kiefernwäldern und Heidenflächen umgeben, mit sanften Hängen, die ihn von allen Seiten zugänglich machen.
Der Golmberg ist eine Endmoräne der Saaleeiszeit, Teil der Werbig-Petkuser Staffel, deren Sande und Geschiebemergel vom Inlandeis gestaucht wurden. Jahrhundertelang bildete er den Kern des Gutskomplexes um Schloss Stülpe. Nach 1945 nutzte die Rote Armee die Umgebung als Truppenübungsplatz, wodurch große Offenflächen entstanden; heute gehört der Berg zum Naturschutzgebiet Heidehof-Golmberg.
Der Name Golm stammt vom slawischen Wort für Berg bzw. Hügel. Auf dem Gipfel soll ein wendisches Heiligtum gestanden haben, und der Sage nach wurde vor der Reformation von dem Findling Kanzelstein im Jagen 84 zwischen Gipfel und dem früheren Weg von Lynow nach Petkus aus den Wallfahrern gepredigt. Jahrhundertelang war der Berg Kernteil des Gutskomplexes um Schloss Stülpe.
Der Gipfel ist über gut markierte Waldwege erreichbar, die von mehreren umliegenden Dörfern aus starten, wobei der Zugang von der Ostseite am einfachsten ist. Der Aufstieg dauert nicht lange, da die Hänge sanft sind, sodass auch Besucher mit wenig Zeit den Gipfel erreichen können.
Die Südflanke des Golmberg fällt auf nur einem Kilometer rund 120 Meter zu den Flemmingwiesen im Baruther Urstromtal ab, eine der stärksten Neigungen Brandenburgs. Um 1900 reichte der Blick vom freien Gipfel bei klarem Wetter 50 bis 60 Kilometer bis Berlin und Potsdam, und Wanderführer der 1920er Jahre nannten ihn „märkische Rigi“; seit 1990 sind die letzten offenen Kuppen mit Eichen, Kiefern und Schlehen zugewachsen, sodass heute nur im Winterhalbjahr ein spärlicher Ausblick bleibt.
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