St. Vitus und Anna, Gotische Kirche in Surberg, Deutschland.
St. Vitus und Anna ist eine spätgotische Filialkirche in Ettendorf, Gemeinde Surberg. Der stark eingezogene Chor trägt die Inschrift „1431“; das dreijochige Langhaus und der Turm stammen aus den 1470er Jahren, das Langhaus von Meister Martein aus Haunerting. Beim Bau des Langhauses erhielt der Chor ein Netzrippengewölbe; den Turm krönt eine 1726 aufgesetzte Zwiebelhaube.
Ettendorf und seine Kirche wurden 1120 erstmals erwähnt. Bis ins 19. Jahrhundert war St. Vitus und Anna Ziel einer Wallfahrt, die sich bis in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt. Der Altar wurde am 20. Mai 1451 durch Silvester Pflieger geweiht, bevor das heutige Langhaus errichtet wurde.
Die Kirche ist Ziel des Georgiritts, eines Reiterumzugs am Ostermontag; dabei wird eine 1952 gefertigte Skulptur des heiligen Georg mitgeführt und gezeigt. Bis ins 19. Jahrhundert war St. Vitus und Anna Wallfahrtsziel, belegt seit der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Einheimische nennen sie auch das Ettendorfer Kircherl.
Die Kirche steht auf einer Anhöhe östlich etwas außerhalb von Ettendorf in der Gemeinde Surberg, nördlich von Traunstein; nur wenige Schritte südlich verläuft die Bahnstrecke Rosenheim–Salzburg. Vom Traunsteiner Stadtzentrum aus ist der Bau zu sehen und zu Fuß erreichbar. Besucher sollten vorab prüfen, ob offen ist, da Andachtszeiten und private Anlässe den Zugang beeinflussen können.
Die Orgel von Hans Vogl aus dem Jahr 1669 zählt zu den ältesten Kirchenorgeln Bayerns: fünf Register auf einem Manual, kurze Oktav, zwei sechsfaltige Bälge und eine Tonhöhe von 450 Hz. Von 2001 bis 2005 stellte die Orgelbaufirma Linder aus Nussdorf am Inn das Instrument in den Urzustand zurück; das Register Fleten 4′ wurde nach Vergleichsinstrumenten rekonstruiert.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.544 Mitwirkenden weltweit.