Großer Gleichberg, Berggipfel in Thüringen, Deutschland
Der Großer Gleichberg ist ein Berggipfel in Thüringen, östlich von Römhild gelegen, und gehört zum Doppelbergmassiv der Gleichberge. Der Gipfel liegt auf 679 Metern Höhe und ist über mehrere markierte Wanderwege erreichbar, die durch bewaldete Hänge führen.
Von 1968 bis 1991 war der Gipfel ein gesperrtes Militärgelände, auf dem sowjetische Streitkräfte eine Funk- und Radarstation betrieben. Vor dieser Zeit, bis 1981, wurde am Hang Basalt abgebaut und über ein Seilbahnsystem abtransportiert.
Der Name Gleichberg bezeichnet das Paar der beiden Berge; im Sattel dazwischen, der Waldhaussiedlung, stand eine Winkelstation, in der die Römhilder Seilbahn die Richtung wechselte, zugleich ein Sägewerk. Der Basalt aus dem Gleichamberger Steinbruch fuhr in Loren zu den Werken am Römhilder Bahnhof und nach Gleichamberg. Drei Friedhöfe am Osthang bergen Gräber von Häftlingen, ein Mahnmal steht auf einem Ehrenhain des städtischen Friedhofs.
Markierte Wanderwege führen von verschiedenen Ausgangspunkten in der Umgebung auf den Gipfel, wobei die Route über den Kleiner Gleichberg eine beliebte Verbindungsoption ist. Frühling und Herbst sind gute Jahreszeiten für eine Begehung, da die Wege dann in der Regel trocken sind.
Im Römhilder Steinbruch am Berg befand sich von August 1943 bis März 1945 ein Arbeitserziehungslager, in dem bis zu 400 internierte Zwangsarbeiter Basalt abbauten. Mindestens 500 Häftlinge starben im Lager oder auf dem Evakuierungsmarsch 1945; 25 bis 92 marschunfähige wurden in einer Sandhöhle am Osthang erschossen, deren Eingang gesprengt wurde, sodass das Massengrab erst Ende Januar 1947 gefunden wurde.
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