Gradierwerk, Gradierwerk in Bad Dürkheim, Deutschland
Das Gradierwerk ist eine 333 m lange und bis zu 18 m hohe Holzkonstruktion in Bad Dürkheim, errichtet zwischen 1847 und 1850. Rund 250.000 Reisigbündel sind zu Wänden geschichtet, über die Sole aus einer Heilquelle rieselt. Das Foto zeigt dunkle senkrechte Latten hinter hellen Holzpfosten und Streben, einen oben umlaufenden Wandelgang mit Geländer und ein Sockelgeschoss aus rauen rot- und graufarbenen Steinpfeilern.
Das heutige Gradierwerk entstand zwischen 1847 und 1850 unter dem Salinendirektor Albert Schenk am Standort des früheren Gradierwerks Zweybrücken. Bis 1913 wurde hier Salz produziert, danach diente die Anlage nur noch der Atemtherapie. Brandstiftungen zerstörten 1992 und 2007 Abschnitte; nach der Restaurierung wurde sie 2010 wieder eröffnet.
Vor Ort heißt die Anlage schlicht „Gradierwerk“, „Gradierbau“ oder „Saline“. Seit 1913, als die Salzproduktion als unrentabel aufgegeben wurde, dient sie nur noch der Atemtherapie durch die in die Luft abgegebenen Salz-Aerosole. Betrieben wurde sie seit 1872 vom eigens gegründeten Bad- und Salinenverein.
Der Platz ist ganzjährig zugänglich und Besucher können entlang der Struktur spazieren und die Salzluft frei einatmen. Es ist ratsam, bei feuchtem Wetter einen Regenschirm mitzubringen, da Wasser von oben herabfließt.
Die Dornwände bestehen aus rund 250.000 geschichteten Reisigbündeln, über die Sole aus einer Heilquelle rieselt; an heißen Tagen verdunsten bis zu 25 m³. 1984 wurde die Anlage unter Denkmalschutz gestellt. Zwischen 1859 und 1960 wurde sie mit dem Wasser der Alten Maxquelle betrieben, die den höchsten Arsengehalt in Deutschland aufwies.
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