Prunkgrab Grafenbühl, Keltische Grabstätte nahe Asperg, Baden-Württemberg, Deutschland.
Grafenbühl ist ein keltisches Grab in Baden-Württemberg mit einem Hügel von etwa 40 Meter Durchmesser, der eine zentrale Holzkammer barg. Die Kammer war groß genug für die Bestattung eines wichtigen Mannes mit zahlreichen Beigaben und war mit stabilen Pfeilern gestützt.
Das Grab stammt aus dem 5. Jahrhundert vor Christus während der späten Hallstattzeit, einer Periode keltischer Blüte. Es war das Grab eines etwa 30 Jahre alten Mannes und enthielt daneben weitere Bestattungen.
Der Ort zeigt die Verbindungen zwischen den keltischen Eliten und dem Mittelmeerraum durch seine kostbaren Funde. Die importierten Gegenstände und kunstvolle Dekorationen erzählen von weitreichenden Handelsnetzwerken und kulturellem Austausch in der Antike.
Die Fundstücke sind in der Keltensammlung des Landesmuseums Württemberg ausgestellt und können dort besichtigt werden. Das Original-Gelände selbst ist zugänglich, bietet aber wenig sichtbare Strukturen wegen der Erosion über die Jahrtausende.
DNA-Analysen deuten darauf hin, dass die Person hier und der Bestattete im nahe gelegenen Hochdorf-Grab familienangehörig waren. Dieser Fund verbindet zwei der wichtigsten keltischen Fürstengräber genetisch miteinander.
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