Kilianskirche, Neugotische Kirche in Bad Salzuflen, Deutschland
Die Kilianskirche in Schötmar, einem Ortsteil von Bad Salzuflen, ist eine neugotische Hallenkirche aus rauen braunen Steinblöcken. Ein quadratischer Westturm mit rundbogigen Fenstern und Uhr trägt ein achteckiges Obergeschoss, bekrönt von einem steilen, kupfergedeckten Spitzhelm mit kleinen Gauben. Das Langhaus hat ein steiles Satteldach, ein Spitzbogenfenster und hohe Strebepfeiler; innen ist das Mittelschiff mit einer hölzernen Satteldecke versehen, die Seitenschiffe sind flach gedeckt.
Um 800 stand hier eine Holzkirche, vor dem Jahr 1000 ein kleiner Saalbau von 10 Metern Breite. Nach 1150 entstand auf diesen Fundamenten eine dreischiffige, kreuzförmige Basilika, wohl ähnlich der Kilianskirche in Lügde; sie wurde 1847 wegen Baufälligkeit abgerissen. Der heutige Bau wurde 1850–54 nach Plänen von Friedrich Heinrich Ludwig Goedecke errichtet und 1960, 1980 und 2004 renoviert.
Im Turm hängt die aus dem Vorgängerbau übernommene Katharinenglocke von 1437, die älteste noch genutzte Glocke Bad Salzuflens und das älteste ununterbrochen genutzte Monument der Stadt; sie klingt mit dem Nominal fis1, wiegt rund 1500 kg und hat 1270 mm Durchmesser. 1980 ergänzte die Glockengießerei Rincker in Sinn zwei Glocken, g1 und a1, nach der früheren mittelalterlichen Disposition. Friedrich August Wessel war 1844 Zweiter Pastor und von 1864 bis 1866 Erster Pastor, bevor er zum Generalsuperintendenten der Lippischen Landeskirche ernannt wurde.
Die Kirche steht in Schötmar, einem Ortsteil von Bad Salzuflen, und ist werktags von 10 bis 17 Uhr sowie samstags von 10 bis 12 Uhr als Offene Kirche geöffnet. Der Westturm mit kupfergedecktem Helm markiert die Eingangsseite; das Schiff liegt rechts von ihm.
Das älteste ununterbrochen genutzte Objekt Bad Salzuflens ist kein Bauwerk, sondern die 1437 gegossene Katharinenglocke aus dem Vorgängerbau. Sie hängt heute im Turm, wiegt rund 1500 kg und klingt mit dem Nominal fis1; 1980 ergänzte die Glockengießerei Rincker zwei Glocken, g1 und a1, nach mittelalterlicher Disposition.
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