Schloss Stietencron, Schloss in Schötmar, Bad Salzuflen, Deutschland.
Schloss Stietencron ist das ehemalige Herrenhaus des Rittergutes Schötmar, das 1729–1732 im Stil des Spätbarocks und Rokokos in der Schlossstraße in Schötmar, heute ein Ortsteil von Bad Salzuflen, erbaut wurde. Der Haupteingang wurde 1913 von der Nord- auf die Südseite verlegt und erhielt einen von vier Säulen getragenen Balkon sowie eine Rampenauffahrt. Bei der Sanierung 2009 und 2010 wurden ein neues Schieferdach aufgebracht und die Fassade verputzt und neu gestrichen.
Das Rittergut Schötmar wurde 1664 von Oberst Simon Moritz von Donop begründet, der für sein Anwesen den Status eines Rittergutes erwirkte. Das heutige Schloss ließ 1729 der schwedische und kurhessische Staatsminister August Moritz Abel Plato von Donop erbauen. Nach mehreren Besitzerwechseln zwischen 1788 und 1831 kaufte Johann von Stietencron 1831 Schloss und rund 138 Hektar Land und machte es zum Sitz seiner Familie.
Der Name Stietencron stammt von der Familie, die das Gut 1831 kaufte; Johann von Stietencron, genannt Iwan, war ein Studienfreund Bismarcks und Präsident der lippischen Ritterschaft. Der Park hinter dem Schloss ist frei zugänglich und wird für Konzerte und Veranstaltungen genutzt, im Rokokosaal finden Trauungen statt.
Der Park hinter dem Schloss ist frei zugänglich und wird für Konzerte und Veranstaltungen genutzt; im Schloss ist die Musikschule Bad Salzuflen untergebracht. Das Gelände liegt an der Schlossstraße im Ortsteil Schötmar. Der Park ist eine öffentliche Grünanlage und jederzeit begehbar.
Im Juni 1917 gelang dem Ornithologen Gustav Wolff hier das erste Foto eines Brutpaars des Zwergschnäppers überhaupt, der erste gesicherte Brutnachweis in Nordrhein-Westfalen. In der Parkmauer kennzeichnet ein ovaler Durchblick die Stelle, an der 1933 eine Solequelle für ein Becken erbohrt wurde.
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