Leopoldsprudel, Thermalquelle und Architekturdenkmal in Bad Salzuflen, Deutschland.
Das Leopoldsprudel ist eine Thermalquelle mit einem klassischen Monopteros-Pavillon im Kurpark Bad Salzuflens und wird als Architekturdenkmal geschützt. Die Quelle entspringt tief unter der Erde und speist den Pavillon mit ihrem Wasser.
Den Bohransatzpunkt wählte der preußische Landesgeologe August Leppla; gebohrt wurde von Ende Oktober 1905 bis zum 2. März 1906. Das artesisch aufsteigende Wasser floss mit 70 Kubikmetern pro Stunde und übertraf den Salzgehalt der Paulinen- und Sophienquelle fast um das Doppelte. Fürst Leopold besuchte das Bohrgelände am 8. September 1906, die Weihe des Sprudels folgte am 24. Juli 1907; Namensgeber war Leopold IV., der letzte regierende Fürst Lippes.
Das Monopteros-Bauwerk rund um die Quelle zeigt klassische architektonische Merkmale mit seinem runden Grundriss und den stützenden Säulen im Kurpark. Die Struktur prägt das Erscheinungsbild des Parks und lädt Besucher ein, sich in diesem denkmalgeschützten Raum aufzuhalten.
Die Quelle befindet sich im Kurpark und ist frei zugänglich für Besucher, die das Gelände erkunden möchten. Der Park bietet ausreichend Platz zum Spazieren, Sitzen und die klassische Architektur von nah zu betrachten.
Die Bohrung reicht 534 Meter tief; das Wasser steigt artesisch mit 21,7 °C, 7,1 Prozent Mineralgehalt und 1298 Milligramm Kohlendioxid je Kilogramm auf. Bei den Bohrarbeiten 1905/06 löste das eingeleitete Bohrwasser in der Salze bis zur Bega und Werre ein Fischsterben aus.
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