Großsteingrab Gaarzer Hof 1, Neolithisches Ganggrab bei Rerik, Deutschland.
Das Großsteingrab Gaarzer Hof 1 ist eine Megalithanlage mit einer Kammerkonstruktion, die aus Stein gefügt ist und sich durch die Feldlandschaft erhebt. Die Struktur besteht aus Tragsteinen, die ursprüngliche Decksteine tragen und einen dunklen Hohlraum bilden, der in das Erdreich hineinführt.
Beide Anlagen entstanden zwischen 3500 und 2800 v. Chr. durch die Trichterbecherkultur. Das Ganggrab (Sprockhoff-Nr. 327) wurde später von Trägern der Einzelgrabkultur nachgenutzt; deren Keramik und Bernsteinperlen lagen auf dem Lehmestrich. Adolf Hollnagel untersuchte 1967 das Ganggrab, Ewald Schuldt den Großdolmen.
Die beiden Gräber liegen im offenen Feld südlich der Straße von Kröpelin nach Rerik, rund 100 m voneinander entfernt, dort wo ein Weg nach Neu Gaarz abzweigt. Das Ganggrab wurde von Trägern der Einzelgrabkultur nachgenutzt, die eigene Keramik und Bernsteinperlen hinterließen. Die Hügel bestanden aus Rollsteinen und Erde, und die Kammerdiele des Großdolmens war im Neolithikum durch Feuer rot geglüht.
Die beiden Gräber liegen im freien Feld südlich der Straße von Kröpelin nach Rerik (L122), etwa 100 m voneinander entfernt, dort wo die Straße zum Ortsteil Neu Gaarz abzweigt. Am Straßenrand parken und zu Fuß hingehen; der Grasboden um die Steine ist uneben. Die Anlage ist nicht eingezäunt und hat keine Einrichtungen, daher Wasser und wetterfeste Schuhe mitbringen.
Die Diele des Ganggrabes bestand aus Lehmestrich; die Grabung erbrachte 332 Scherben, 16 Querschneider, drei Bernsteinperlen (eine doppelaxtförmig) und zwei Flachbeile. Die Kammer wurde von Trägern der Einzelgrabkultur nachgenutzt, von denen vier Becher darin lagen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 94.028 Mitwirkenden weltweit.