Pleß, Berggipfel in Breitungen, Deutschland
Der Pleß ist eine Bergkuppe in Breitungen, die sich etwa 645 Meter hoch erhebt und von einem Beobachtungsturm gekrönt wird. Von dort aus können Besucher ein weites Tal überblicken, das sich bis zu anderen Höhenzügen und zu einer bekannten Festung in der Ferne erstreckt.
Der erste Aussichtsturm war eine 1921 auf dem Gipfel errichtete Holzkonstruktion. Er wurde baufällig und 1936 durch einen gemauerten Steinturm ersetzt. In der DDR wurde der Berg militärisches Sperrgebiet; 1962 trug man den Steinturm bis auf den Natursteinsockel ab, auf dem fortan Militärgerät stand. 1999 entstand neben diesem Sockel der dritte Pleßturm.
Der Berg hieß ursprünglich Bleßberg; da im Herzogtum Sachsen-Meiningen zwei Bleßberge existierten, ließ Herzog Georg II. den Namen Ende des 19. Jahrhunderts in Pleßberg ändern, kurz darauf entfiel das „-berg“. Das 1866/67 etwa 1 km nördlich des Gipfels errichtete Pleßhaus wurde eine beliebte Ausflugsgaststätte; 1974 trugen engagierte Bürger es ab und bauten es als Gaststätte „Seeblick“ etwa 1,5 km südlich des Bahnhofs Breitungen wieder auf.
Der Gipfel wird zu Fuß erreicht; seit dem Teilabzug der Bundeswehr in den 1990er Jahren ist das Gebiet wieder zugänglich, und der Fernwanderweg Hochrhöner führt über den Gipfel und die Pleßhauswiese. Der Turm von 1999 steht neben dem zugänglichen Natursteinsockel des Turms von 1936, den eine Treppe als Aussichtsplattform erschließt.
Der Jägerstein, auch Sachsenstein genannt, steht seit 2008 auf der Pleßkuppe nördlich des Pleßturms. Er erinnert an die herzogliche Jagdtradition des Berges, der bereits lange fürstliches Jagdgebiet war, bevor 1866/67 das Pleßhaus errichtet wurde.
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