Lapidarium Willrode, Steinkunstmuseum im Forsthaus Willroda, Erfurt, Deutschland
Das Lapidarium Willrode zeigt eine Sammlung von dreizehn Grenzsteinen, die im Westhof des Forsthauses aufgestellt sind und Informationstafeln zu jedem Stein haben. Die Sammlung dokumentiert, wie verschiedene Regionen miteinander Grenzen festlegten und markierten.
Die Grenzsteine stammen aus der Zeit, als Preußen, Sachsen-Gotha und andere Territorien die Region kontrollierten und ihre Herrschaftsgrenzen physisch markieren mussten. Diese Teilung endete, als Thüringen 1920 als einheitliches Land entstand.
Die Steine tragen Inschriften und Wappen, die verschiedene historische Territorien der Region zeigen und ihre Grenzen dokumentieren. Man kann heute noch lesen, welche Macht über welches Land herrschte und wie verwickelt die Gebietszuordnungen waren.
Der Ort liegt mehrere Kilometer südöstlich von Erfurt und kann mit dem Auto oder Bus erreicht werden, liegt aber etwas abseits des Stadtzentrums. Die Steine sind im Freien ausgestellt und können jederzeit besichtigt werden.
Unter jedem dieser sichtbaren Steine wurden zusätzlich Marker vergraben, die Eigentumsinformationen dokumentierten und später helfen konnten, die ursprüngliche Position zu überprüfen. Diese verborgenen Markierungen zeigen, wie ernst die Herrscher die Grenzen nahmen und wie dauerhaft sie sein sollten.
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