Erfurt, Landeshauptstadt in Thüringen, Deutschland
Erfurt ist die Landeshauptstadt von Thüringen und liegt im Zentrum Deutschlands, etwa auf halber Strecke zwischen Frankfurt und Leipzig. Die Altstadt erstreckt sich über sanfte Hügel am Ufer der Gera und umfasst mehrere gotische Kirchen, enge Gassen und die bewohnte Krämerbrücke, die den Fluss in einer einzigen Bogenreihe überquert.
Die Stadt wurde 742 gegründet und wuchs im Mittelalter zu einem wichtigen Handelsknotenpunkt heran, da mehrere Handelsrouten durch ihr Gebiet verliefen. Später wurde sie Zentrum der Reformation, nachdem Martin Luther hier studiert und im Augustinerkloster gelebt hatte.
Die Studenten prägen das Stadtbild vor allem rund um die Universität und in den engen Gassen der Altstadt, wo Buchhandlungen und kleine Cafés den Tagesrhythmus bestimmen. An Wochenenden versammeln sich Einheimische auf dem Domplatz, wo regelmäßig Märkte stattfinden und Straßenmusiker auftreten.
Der Hauptbahnhof liegt etwas südlich des Zentrums und verbindet die Stadt mit den meisten größeren deutschen Städten durch Schnellzüge. Straßenbahnen fahren durch die Innenstadt und erreichen Wohnviertel sowie den Flughafen, wobei sich die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen lassen.
Die Krämerbrücke ist die längste durchgehend mit Häusern bebaute Brücke Europas und trägt 32 Wohngebäude aus dem 16. Jahrhundert auf ihrer gesamten Länge. Wer über sie geht, bemerkt oft nicht sofort, dass er sich auf einer Brücke befindet, da die eng stehenden Häuser den Blick auf das Wasser verdecken.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.