Krämerbrücke, Mittelalterliche Brücke in Erfurt, Deutschland
Die Krämerbrücke ist eine Fußgängerbrücke über den Fluss Gera, auf der 32 Häuser mit Fachwerk dicht nebeneinander gebaut sind und eine vollständige Straße bilden. Diese Bebauung erstreckt sich über etwa 79 Meter Länge und schafft eine enge, überdachte Passage mit Läden im Erdgeschoss und Wohnräumen darüber.
Die Brücke wurde 1325 errichtet und war Teil der Via Regia, einer wichtigen Handelsroute, die Rom mit der Ostsee verband. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit war sie ein zentraler Umschlagplatz für Waren, die zwischen Nord- und Südeuropa transportiert wurden.
Auf der Brücke findet man heute kleine Werkstätten und Läden, in denen Handwerker ihre Arbeiten zeigen und traditionelle Waren aus Thüringen anbieten. Diese Mischung aus Handel und Handwerk prägt das alltägliche Leben auf dem Weg über die Brücke.
Der beste Weg zur Brücke führt mit der Straßenbahn oder zu Fuß durch die Altstadt, wobei die Gegend rundum leicht zu Fuß zu erkunden ist. Besucher sollten wissen, dass die Gassen eng sind und es in der Hochsaison voll werden kann, also früher Morgen oder späte Nachmittag sind ruhiger.
Ungewöhnlich für eine Brücke ist, dass etwa 80 Menschen permanent in den oberen Stockwerken leben und den Ort als ihre Heimat betrachten. Dies macht es zu einem der letzten bewohnten Brückenbauwerke seiner Art in Europa.
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