Jüdischer Schatz von Erfurt, Mittelalterlicher Schatz in Alter Synagoge, Erfurt, Deutschland
Der Erfurter Schatz ist ein Fund aus Silber- und Goldgegenständen, der in der Alten Synagoge in Erfurt ausgestellt wird. Die Sammlung umfasst Münzen, Barren, Schmuck und Tafelgeschirr aus dem Mittelalter.
Die Sammlung wurde 1349 in einer Hauswand vergraben, als Juden in Erfurt verfolgt und aus der Stadt vertrieben wurden. Sie blieb dort verborgen, bis Bauarbeiten im 20. Jahrhundert sie zufällig wieder ans Licht brachten.
Der Hochzeitsring in der Sammlung trägt hebräische Buchstaben und gotische Ziermotive auf demselben Stück, was zeigt, wie jüdische und christliche Handwerkstraditionen in Erfurt nebeneinander existierten. Solche Objekte sind heute in Museen selten so gut erhalten zu sehen.
Die Objekte werden in der Alten Synagoge in Erfurt in einer speziellen Vitrine ausgestellt, sodass man sie aus der Nähe betrachten kann. Ein Besuch lohnt sich, wenn man sich ausreichend Zeit nimmt, um die einzelnen Stücke in Ruhe zu betrachten.
Eine Brosche in der Sammlung trägt die mittelhochdeutsche Inschrift 'OWE MINS HERZ', was so viel bedeutet wie 'Ach, mein Herz'. Solche persönlichen Texte auf Schmuckstücken sind aus dem Mittelalter äußerst selten überliefert.
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