Magdalenenkapelle, Gotisches Kirchengebäude in der Altstadt, Erfurt, Deutschland
Die Magdalenenkapelle ist ein gotisches Kirchengebäude in der Erfurter Altstadt mit spitzen Bögen und steinernen Mauern, die dem mittelalterlichen Baustil der Region entsprechen. Das Innere ist heute als Kolumbarium gestaltet, wobei 420 Urnenplätze nach einem Entwurf der Künstlerin Evelyn Körber angeordnet sind.
Das Gebäude wurde erstmals 1227 dokumentiert und diente lange Zeit als Friedhofskapelle, bis der angrenzende Friedhof 1546 nach der Reformation geschlossen wurde. Seitdem hat das Gebäude mehrfach seinen Zweck gewechselt und passte sich den Bedürfnissen der Stadt an.
Die Kapelle trägt den Namen der heiligen Maria Magdalena und zeigt, wie ein Gebäude seine Bedeutung für die Gemeinde verändern kann. Heute dient sie als Ruhestätte und wird von vielen Besuchern als stiller Ort der Erinnerung wahrgenommen.
Das Gebäude liegt in der Nähe des Erfurter Doms und ist leicht zu Fuß erreichbar, wenn man die Altstadt erkundet. Besucher sollten beachten, dass es als Gedenkstätte funktioniert und entsprechend ruhig und respektvoll betreten werden sollte.
Zwischen seinen religiösen Funktionen beherbergte das Gebäude von 1992 bis 2011 das Theater in der Kapelle, was zeigt, wie flexibel die Raumnutzung war. Diese ungewöhnliche Phase ermöglichte es vielen Menschen, einen normalerweise stillen Ort in ein lebendiges Kulturzentrum zu verwandeln.
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