Neue Mühle, Technisches Museum in Erfurt, Deutschland
Die Neue Mühle ist ein Mühlenbetrieb mit Museum in Erfurt an der Breitstrom, einem Arm der Gera. Das Gebäude beherbergt eine funktionierende Wassermühle mit unterschlächtigem Zuppinger-Rad und zeigt auf mehreren Stockwerken traditionelle Mühlenausrüstung wie Elevator und Walzenmühlen.
Der Ursprung geht auf 1259 zurück, als die Anlage als Martinsmühle erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die heutige Struktur wurde 1737 nach einem Brand neu errichtet, der das Gebäude und 70 Häuser in der Nähe zerstörte.
Der Ort zeigt, wie Müller früher arbeiteten und wie die Wasserkraft das tägliche Leben in der Stadt prägte. Die erhaltenen Maschinen und der funktionierende Mühlenbetrieb lassen sich beim Besuch unmittelbar erleben.
Der Ort liegt am Flussufer und ist einfach zu erreichen, bietet aber begrenzte Parkplätze in der unmittelbaren Umgebung. Der Besuch funktioniert am besten in wärmeren Monaten, wenn das Wasser ausreichend ist und die Wassermühle mit voller Kraft arbeitet.
Dies ist der letzte funktionierende Mühlenbetrieb von einst etwa 60 Mühlen in Erfurt, was es zu einem seltenen Beispiel für die frühere Wasserkraftnutzung macht. Noch ungewöhnlicher ist die 1996 installierte Elektrizitätserzeugungsanlage, die überschüssige Energie ins Erfurter Stromnetz einspeist.
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