Haus zum Güldenen Krönbacken, Mittelalterliches Architekturensemble in Erfurt, Deutschland.
Das Haus zum Güldenen Krönbacken ist ein mittelalterliches Gebäudeensemble in Erfurt, das aus einem Haupthaus an der Michaelisstraße 10 besteht. Der Komplex umfasst einen großen Innenhof mit mehreren kleineren Gebäuden und dient heute als Ausstellungsort.
Die ältesten Teile des Hauses sind Keller- und Erdgeschossbereiche aus der Mitte des 13. Jahrhunderts; die ältesten Reste im Vorderhaus datieren auf 1267. 1326 wurde ein Fachwerkgeschoss aufgesetzt, das 1433 nach hinten erweitert wurde. Mitte des 15. Jahrhunderts kam der Besitz an die Patrizierfamilie von der Sachsen, die 1468 den älteren Waidspeicher im Hof neu aufführen ließ.
Der Name Krönbacken verweist auf den Waidhandel, der Erfurt im späten Mittelalter reich machte; im Speicher des Hofes, dem Waidspeicher, wurde die Färberpflanze gelagert. Seit 1994 dient er als Kulturhaus für Ausstellungen und Veranstaltungen, ergänzt um ein modernes Foyer aus gelbem Sandstein im Norden. Die benachbarte Michaeliskirche wurde um 1500 um die Dreifaltigkeitskapelle erweitert, deren Außenwand direkt an das Vorderhaus stößt.
Der Zugang erfolgt über die Michaelisstraße 10; im hinteren Teil liegen der Hof und der als Kulturhaus genutzte Waidspeicher. Der Waidspeicher dient Ausstellungen und Veranstaltungen, ein moderner Anbau aus gelbem Sandstein im Norden des Hofes fungiert als Foyer, Garderobe und Treppenhaus. Die Sanierung 1990–1994 legte den Dachstuhl im Obergeschoss frei.
Der Spitzbogen der Hofeinfahrt stammt von 1534, ihr Fachwerkaufsatz von 1561; auch das Sitznischenportal mit Fenstergruppe an der Michaelisstraße entstand 1561. Erhalten sind die Wappen des Erbauers der Renaissancefassade, Ilgen von Milwitz, und seiner Frau Anna Schwanfoglin.
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