Maria-Magdalenen-Kapelle, Gotisches Kirchengebäude in der Altstadt, Erfurt, Deutschland
Die Maria-Magdalenen-Kapelle ist eine kleine gotische Kapelle aus hellem grauem Stein in der Erfurter Altstadt, mit einem steilen Dach aus rotbraunen Ziegeln, auf dessen First ein schlanker dunkelgrauer Spitzhelm sitzt. Hohe Spitzbogenfenster mit dunklem Maßwerk gliedern die Wände, zwei große am polygonalen Abschluss und ein kleineres Rundbogenfenster an der Seitenwand. Um 1341 als Friedhofskapelle errichtet, dient sie heute als Kolumbarium mit 420 Urnenplätzen, gestaltet von der Erfurter Künstlerin Evelyn Körber.
Das Gebäude wurde erstmals 1227 dokumentiert und diente lange Zeit als Friedhofskapelle, bis der angrenzende Friedhof 1546 nach der Reformation geschlossen wurde. Seitdem hat das Gebäude mehrfach seinen Zweck gewechselt und passte sich den Bedürfnissen der Stadt an.
Die Kapelle ist der heiligen Maria Magdalena geweiht, diesen Namen trägt sie seit ihrer ersten Erwähnung 1227. Seit 2014 dient sie als Kolumbarium mit 420 Urnenplätzen; die Umbauten gestaltete die Erfurter Künstlerin Evelyn Körber.
Das Gebäude liegt in der Nähe des Erfurter Doms und ist leicht zu Fuß erreichbar, wenn man die Altstadt erkundet. Besucher sollten beachten, dass es als Gedenkstätte funktioniert und entsprechend ruhig und respektvoll betreten werden sollte.
Die Kapelle beherbergte das „Theater in der Kapelle“ bis 2011, nicht ab 1992; die Bühne nutzte die frühere Friedhofskapelle vor ihrem Umbau zum Kolumbarium mit 420 Urnenplätzen im Jahr 2014. Die Umgestaltung stammt von der Erfurter Künstlerin Evelyn Körber.
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