Collegium Maius, Mittelalterliches Universitätsgebäude in Erfurt, Deutschland
Das Collegium Maius ist ein Universitätsgebäude mit gotischer Architektur und charakteristischem Dekorationsportal an der Michaelisstraße in Erfurts Zentrum. Die spätgotischen Fenster und die Anordnung des Baus geben einen Eindruck von der Bedeutung dieser Institution für die mittelalterliche Gelehrsamkeit.
Das Gebäude entstand 1435 in der Nähe der Michaeliskirche und fungierte als Zentrum der Universität bis zu seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Die Wiederherstellung nach 1945 hatte dabei auch die Auswahl zwischen Wiederaufbau oder Neuinterpretation des Ortes zur Folge.
Das Gebäude trägt den Namen aus seiner Funktion als Hauptkolleg der alten Universität und prägt bis heute das Bild der Altstadt mit seiner markanten gotischen Fassade. Besucher können in der Architektur die Verbindung zwischen akademischen Traditionen und dem Stadtraum ablesen.
Das Gebäude wird heute von der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland genutzt, wobei Führungen für Besucher möglich sind. Die zentrale Lage an der Michaelisstraße macht das Gebäude leicht zu finden und Teil eines größeren Spaziergangs durch die Altstadt.
Der Neubau von 2011 verbindet historische Originalkomponenten mit zeitgenössischen architektonischen Elementen und zeigt, wie Denkmäler heute neu interpretiert werden können. Diese Mischung aus Alt und Neu macht das Gebäude zu einem Beispiel für moderne Denkmalspflege.
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