Haus zum Stockfisch, Renaissancegebäude in Erfurt, Deutschland
Haus zum Stockfisch ist ein Renaissance-Gebäude in Erfurt mit einer charakteristischen Fassade im Erdgeschoss, die ein Schachbrettmuster aus Steinblöcken zeigt. Ein zweigeschossiger Erker mit Verzierungen prägt das Erscheinungsbild des Hauses und bildet sein markantestes Merkmal.
Ein Waidenhändler namens Paul Ziegler ließ das Gebäude 1607 auf mittelalterlichen Kellern errichten und benannte es nach Stockfisch, einem getrockneten Fisch, der im Mittelalter eine wichtige Handelsgut war. Die Wahl des Namens spiegelt die bedeutende Handelstätigkeit wider, die Erfurt in dieser Zeit prägte.
Das Gebäude beherbergt seit 1974 das Erfurter Stadtmuseum, das durch seine Ausstellungen zeigt, wie sich die Stadt über verschiedene Zeiträume entwickelt und verändert hat. Besucher können hier nachvollziehen, welche Rolle dieses Haus in der urbanen Geschichte gespielt hat.
Das Haus ist vom Dienstag bis Sonntag für Besucher geöffnet und beherbergt Ausstellungen über die Stadtgeschichte. Die Erdgeschossräume sind über den Eingangsbereich für Rollstuhlfahrer zugänglich, was einen komfortablen Zugang zum Museum ermöglicht.
Der ursprüngliche Türklopfer aus dem Jahr 1607 ist bis heute erhalten geblieben und funktioniert noch immer. Oberhalb des Eingangsportals sind verschiedene Familienwappen angebracht, die die Abfolge der Hausbesitzer über mehrere Jahrhunderte dokumentieren.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.