Kaufmannskirche, Lutherische Kirche in Erfurt, Deutschland.
Die Kaufmannskirche ist eine gotische Kirche am nördlichen Ende des Angers in Erfurt, erkennbar an spitzen Bögen, Rippengewölben und einem schlanken Turm. Im Inneren verbinden sich gotische Grundformen mit Ausstattungsstücken aus der Renaissance und der Barockzeit.
Die Kirche wurde nach einem verheerenden Brand im Jahr 1291 neu errichtet und bis 1368 im gotischen Stil vollendet. Im Zuge der Reformation wurde sie lutherisch und blieb seitdem eine protestantische Gemeinde.
Der Name der Kirche geht auf die Kaufleute zurück, die einst auf dem Anger ihren Handel trieben und die Gemeinde dieser Kirche bildeten. Heute können Besucher diesen Bezug noch spüren, wenn sie die zentrale Lage am Anger und die bürgerliche Ausstattung des Innenraums betrachten.
Die Kirche liegt direkt am Anger, dem zentralen Platz der Erfurter Innenstadt, und ist zu Fuß gut erreichbar. Von hier aus lassen sich viele weitere historische Orte der Stadt bequem erkunden.
Die Kanzel aus dem Jahr 1598, geschaffen von der Familie Friedemann, gilt als eines der herausragenden Schnitzwerke der Region und vermittelt lutherische Lehre durch figürliche Darstellungen. Bemerkenswert ist, dass dieses Stück die Reformation in Erfurt überdauert hat, eine Zeit, in der viele Kirchenausstattungen verloren gingen.
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