Gloriosa, Mittelalterliche Glocke im Dom zu Erfurt, Deutschland
Maria Gloriosa ist eine mittelalterliche Glocke im Erfurter Dom, mit einem Durchmesser von etwa 2,6 Metern und einer Höhe von ungefähr 2 Metern bei einem Gewicht von rund 12.500 Kilogramm. Sie schwingt heute durch einen elektrischen Mechanismus und zählt zu den größten Glocken ihrer Art, die noch regelmäßig im täglichen Dienst läutet.
Die Glocke wurde 1497 von dem niederländischen Meister Geert van Wou gegossen und zählt zu den wenigen überlebenden Werken aus dieser Zeit. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrmals repariert, einschließlich größerer Arbeiten in den 1980er-Jahren und 2000er-Jahren, um sie bis heute funktionsfähig zu halten.
Der Name Maria Gloriosa ehrt die Jungfrau Maria und deutet auf die religiöse Bedeutung des Gusses hin. Das Läuten markiert religiöse Feiertage und Alltag im Dom und verbindet alle Bewohner Erfurts über Generationen hinweg durch seinen Klang.
Der Zugang zur Glocke erfolgt über Treppen im Domturm, wobei die Sicht auf die Struktur in der Nähe relativ eingeschränkt sein kann. Besucher sollten an einem Wochentag besuchen, um die täglichen Läutungen zu hören, besonders mittags und abends.
Die Glocke erzeugt bei jedem Läuten harmonische Obertöne in Terz, Quinte und Oktave, die Musikern und Akustikern helfen, die Qualität und den Klang zu bewerten. Diese komplexe Klangstruktur ist selten bei Glocken dieser Größe und trägt zu ihrer Besonderheit unter Europas großen mittelalterlichen Glocken bei.
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