Erfurter Dom, Gotischer Dom in Erfurt, Deutschland
Der Erfurter Dom ist eine gotische Bischofskirche auf dem Domberg in der Altstadt von Erfurt, Deutschland, die aus gelbbraunem Sandstein erbaut wurde. Die drei Türme erheben sich über dem Domplatz und bilden zusammen mit der Severikirche eine weithin sichtbare Silhouette über der Stadt.
Der heilige Bonifatius gründete an dieser Stelle im Jahr 742 die erste Kirche, die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert wurde. Der heutige gotische Bau entstand ab 1154 und erhielt seine endgültige Form im 14. und 15. Jahrhundert.
Der Dom dient seit Jahrhunderten als bischöfliche Hauptkirche und bildet zusammen mit der benachbarten Severikirche ein markantes Ensemble über dem Domplatz. An Feiertagen und während des Weihnachtsmarktes versammeln sich Gläubige und Besucher auf der breiten Freitreppe, die beide Kirchen verbindet.
Der Haupteingang liegt direkt am Domplatz und ist über eine lange Freitreppe mit 70 Stufen erreichbar. Das Innere zeigt gotische Gewölbe, hohe Fenster und verschiedene Kapellen, die man während der Öffnungszeiten besichtigen kann.
Im mittleren Turm hängt die Maria Gloriosa, eine Glocke aus dem Jahr 1497, die mit ihrem Durchmesser von etwa 2,5 Metern die größte freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt ist. Sie erklingt nur an hohen kirchlichen Feiertagen und bei besonderen Anlässen.
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