Brunnenkirche, Romanische Kirche in Erfurt, Deutschland
Die Brunnenkirche ist eine romanische Kirche in Erfurt mit einer dreiseitigen östlichen Apsis und spätgotischen Schnitzfiguren im Inneren. Ein kompaktes Orgelwerk mit neun Registern, das 1952 eingebaut wurde, prägt den Chorbereich.
Die Kirche entstand 1253 an der Stelle eines vorchristlichen Brunnens, der der Göttin Silvia geweiht war. Nach einem Feuer 1472 wurde sie restauriert und in den Jahrhunderten danach mehrfach umgestaltet.
Der Name verweist auf einen vorchristlichen, der Göttin Silvia geweihten Brunnen, über dem der Chor errichtet wurde. Ein Wandbild von Charles Crodel stellt die Gründungssage der Kirche dar; 1927 von Wilhelm Köhler für die Sammlung der Moderne des Weimarer Schlossmuseums erworben, befindet es sich noch heute dort. Ein Zyklus von fünf nach 1700 gemalten Bildern zeigt Szenen aus der Geschichte der Brunnenkapelle.
Die Kirche steht am Fischersand 24 in der Erfurter Altstadt, unweit des Priesterseminars. Sie wird vom Augustinerkonvent, der Katholischen Studierendengemeinde und dem Bildungshaus St. Martin genutzt; ein Besuch sollte daher nicht mit deren Gottesdiensten und Lehrveranstaltungen zusammenfallen. Da der Turm weitgehend abgetragen ist, sucht man ein niedriges Gebäude, keinen spitzen Turm.
Die Gründungssage der Kirche zeigt ein Wandbild von Charles Crodel, das Wilhelm Köhler, Gründungsdirektor des Weimarer Schlossmuseums, 1927 für dessen Sammlung der Moderne erwarb, wo es sich noch heute befindet. Der Brunnen selbst wurde 1957 verfüllt. Im Inneren sind an der Westfront das Epitaph für Conrad Wingerten († 1468) mit dem Schmerzensmann und ein Türchen zur Kerzenablage mit geschnitztem Rahmen um 1500 zu sehen.
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