Görtz-Palais, Denkmalgeschütztes Gebäude in Neustadt, Hamburg, Deutschland
Das Görtz-Palais ist ein Bauwerk an der Neuer Wall in Hamburg mit einer barocken Fassade aus Sandstein, die von niederländischen Baustilen beeinflusst wurde. Ionische Pilaster und Gesimse prägen das Äußere des Gebäudes und zeigen die Handwerkskunst des 18. Jahrhunderts.
Das Gebäude wurde 1710 vom Architekten Johannes Nicolaus Kuhn für den Diplomaten Georg Heinrich von Görtz entworfen und errichtet. Von 1722 bis 1806 diente es als Residenz für kaiserliche Botschafter und war ein Ort von politischer Bedeutung in der Stadt.
Der Name des Palais erinnert an Georg Heinrich von Görtz, einen wichtigen Diplomaten, dessen Wohnhaus es einst war. Heute können Besucher die barocke Fassade bewundern und verstehen, wie die Architektur die Bedeutung ihrer ursprünglichen Bewohner widerspiegelt.
Die Barockfassade liegt am Neuen Wall Nr. 86; das Gebäude gehört heute zum Komplex der Stadthöfe und wird als Bürohaus genutzt, sodass nur das Äußere zu sehen ist. Direkt gegenüber befindet sich der Bürgermeister-Petersen-Platz mit dem Denkmal für Carl Friedrich Petersen. Unter diesem Platz ist der Führungsbunker der Polizei aus dem Zweiten Weltkrieg erhalten, doch der direkte Zugang vom Palais ist seit dem jüngsten Umbau verschlossen.
Beim Wiederaufbau 1953 durch den Architekten Carl-Friedrich Fischer blieb nur die erhaltene Barockfassade stehen, dahinter entstand ein siebengeschossiges Bürohaus. Von 1955 bis 1977 hatte der Germanische Lloyd hier seinen Hauptsitz. Unter dem gegenüberliegenden Bürgermeister-Petersen-Platz liegt ein Führungsbunker der Polizei aus dem Zweiten Weltkrieg; der direkte Zugang vom Palais wurde beim Umbau 2020 verschlossen.
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